OER steht für Open Educational Resources. Dabei handelt es sich um kleine, unter offener Lizenz verfügbare digitale Bildungsbausteine, die über das Internet verbreitet werden. Dabei kann es sich sowohl um hervorragende Erläuterungen komplizierter mathematischer Sachverhalte in einem Text, als auch um eine als Videoclip vorliegende Reparaturanleitung für eine Waschmaschine handeln. Mögliche Formate sind Texte, Fotos, Illustrationen, Audiodateien, Videos, aber auch Apps oder Webanwendungen. Die Erstellung von OER ist weniger aufwändig, als der Begriff es vermuten lässt. Gedruckte Texte verwandeln sich durch Digitalisierung und der Möglichkeit freier Verbreitung bereits in OER.

Es ist bereits erkennbar, dass diese kleinen Bildungsressourcen für das Lernen der Zukunft erhebliche Bedeutung haben werden. Zwar gibt es dazu noch keine systematischen Daten, doch kann man davon ausgehen, dass bestimmte Berufszweige – etwa die der Servicetechniker – hiervon massiv beeinflusst werden. Im Unternehmenskontext ist bereits zu beobachten, dass kaum noch Entwicklungsarbeiten in Software und Hardware möglich sind, ohne dass die Entwickler konkrete Probleme gegebenenfalls durch Zugriff auf die freien Bildungsressourcen im Internet lösen können. Auch die UNESCO sieht darüber hinaus in OER einen Königsweg zur Lösung des Welt-Bildungsproblems (UNESCO 2012).

OER finden sich zum Beispiel auf der Plattform OERInfo des DIPF oder unter edutags.de, tutory.de, lehrer-online.de, zum.de, serlo.org, learning-levelup.de, memucho.de, meinunterricht.de und vielen weiteren.

 

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