In diesem Projekt wenden wir semantische Technologien auf die Frage an, welche Pflanzen um uns herum existieren und wie wir sie besser kennenlernen können. Entstanden ist daraus das Semantische Mediawiki BioDiversity, das laufend erweitert wird. Semantische Wikis bieten die Möglichkeit, Wissen zu organisieren und Suchfunktionen auf bestimmte Eigenschaften bereit zu stellen (z.B. „Welche Pflanze blüht im März weiß?“). Per Android App (->download app) steht das Wissen auch auf dem Spaziergang durch die Natur zur Verfügung.


Die Projektidee

Artenkenntnis ist in der Bevölkerung auf dem Rückzug. Besonders für Stadtmenschen ist beim Spaziergang die zentrale Wahrnehmung der Natur oftmals auf „es ist schön grün“ beschränkt. Es wird nicht wirklich gesehen, dass dort verschiedenartige Pflanzen wachsen, manche davon häufig, andere sehr selten. Dies ist aber eine wesentliche Voraussetzung für die Bewusstseinsbildung, dass Natur- und Artenschutz wichtig sind. Wenn ich nicht weiß, was ich schützen soll, ist ein Engagement für die Sache eher schwierig.

Die meisten öffentlich aufgelegten Programme zur Entwicklung von Artenkenntnis wenden sich an Schulkinder, nicht jedoch an Erwachsene, obwohl diese Altersgruppe Veränderungen hin zu mehr Naturbewusstsein unmittelbar bewirken kann. Interesse besteht hier durchaus. Wenn der Waldboden z.B. im Frühjahr mit weiß blühenden Buschwindröschen übersät ist, dann tauchen in Internetforen Handyfotos auf, mit denen gefragt wird, um was für eine Pflanze es sich darauf handelt. Die Allgegenwart mobiler Endgeräte eröffnet also eine Chance, dem Verlust an Artenkenntnis entgegen zu wirken und stattdessen die Lust an Schutz und Erhalt zu wecken.

Die Idee ist, im Sinne einer erweiterten Wirklichkeitsanwendung, die in der Natur gefundenen Pflanzen mit einer Datenbank abzugleichen, in der Fotos der Pflanze hinterlegt sind – dieses Wiki. In der korrespondierenden Android App BioDiversity gibt ein Nutzer Wuchshöhe und z.B. Blütenfarbe, Blütezeit, Blattform oder Früchtefarbe einer Pflanze ein und startet eine Suche. Dann laufen im mobilen Endgerät Serien von Bildern ab, mit denen das gemachte Foto verglichen werden kann. Hat sich der Nutzer für eine Pflanze, der das gefundene Exemplar gleicht, entschieden, erhält er zusätzliche Informationen. Dazu gehören Veränderungen im jahreszeitlichen Rhythmus, Blüten oder Früchte sowie Informationen zur Häufigkeit des Vorkommens, zum Standort bzw. Lebensraum (Habitat) und welche Pflanzen er vermutlich in der Nähe noch antreffen kann.

buschwindroeschenDas besondere Plus: Für die im Wiki beschriebenen Pflanzen ist ein QR-Code hinterlegt. Dieser kann zum Beispiel zur Beschilderung von Pflanzen auf Naturlehrpfaden, in Schaugärten oder ähnlichen Einrichtungen verwendet werden. So erhalten Besucher alle Informationen über die entsprechende Pflanze direkt auf ihr Smartphone.

In Weingarten bei Karlsruhe unterstützen wir das Projekt „Artenkenntnis in Weingarten“ der Bürgerstiftung Weingarten.

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