Entwicklung von Annotations-, Begutachtungs- und Anreizkonzepten für Open Educational Resources-Repositorien unter besonderer Berücksichtigung hochschuldidaktischer Einsatzszenarien“ lautet der vollständige Titel dieses Projekts, das vom ICe in Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle der Studienkommission für Hochschuldidaktik an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg (GHD) durchgeführt und vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK BW) gefördert wird.


Für Hochschulen bieten digitale Lehr- und Lernmaterialien das Potenzial, die Qualität der Präsenzlehre zu verbessern. Angesichts des Entwicklungsaufwandes für hochwertige digitale Bildungsressourcen entsteht ein Mehrwert vor allem dann, wenn diese Materialien weiterverbreitet und wiederverwendet werden. Werden diese als Open Educational Resources (OER) distributiert, ergeben sich die größten Nutzungsspielräume und Potenziale, beispielsweise um die Kosteneffizienz des Einsatzes öffentlicher Mittel zu verbessern.

Obwohl es viele Repositorien für solche Lehr- und Lernmaterialien gibt, spielen OER im Hochschulalltag bisher kaum eine Rolle. Zu wenige Lehrende nutzen diese Bildungsressourcen, und zu wenige stellen eigene Materialien und Arbeitsergebnisse in Repositorien zur Verfügung. Bisher finden OER(-Repositorien) selten Einzug in die Hochschullehre, offensichtlich werden sie von den Lehrenden nicht als nützliche Bereicherung der eigenen Lehre wahrgenommen. Worin liegt dies begründet und welche Anstrengungen können unternommen werden, um die Akzeptanz und den Nutungsgrad solcher Quellen zu verbessern?

In diesem Projekt werden an der Hochschule Karlsruhe Gestaltungs- und Umsetzungsesempfehlungen für OER-Repositorien für die Hochschullehre in Baden-Württemberg entwickelt. Ausgehend von der individuellen Lehrendenperspektive werden Empfehlungen zur Ausgestaltung der inhaltlich-technischen Infrastruktur von OER-Repositorien und zur Konzeption von Anreizsystemen zur Förderung einer aktiven Nutzung erarbeitet. Als Schlüsselfaktoren werden hierbei eine ausgeprägte Bedarfsorientierung und Benutzerfreundlichkeit, eine praxisrelevante Metadatenkonzeption, eine Qualitätssicherung über Peer-Review-Verfahren sowie eine funktionierende soziale Infrastruktur („Nutzer-Community“) und die Einbettung in andere Formate (wie z.B. Präsenzworkshops) betrachtet.

Das Projekt wird verantwortet durch Prof. Dr. Peter A. Henning (ICe) und Prof. Dipl.-Phys. Hans-Peter Voss (GHD). Ansprechpartner sind Martin Mandausch (ICe) sowie Marc Riar (GHD).

 

 

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